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Stanislaw W. Szroborz
Stadtansichten - Synergie
Die Kunst der Vedutenmalerei hat eine lange Tradition in der europäischen Malerei. Bereits mittelalterliche Chroniken des 12. Jahrhunderts enthalten Ansichten bedeutender Städte, die den Stolz der Stadtherren und das Selbstbewußtsein der Stadtbürger wiedergeben sollten.
Die Renaissance entwickelte die Kunstrichtung der Vedutenmalerei zur Perfektion. Panoramen und Stadtansichten bedeutender Grafiker und Kartographen wie Jacob van Deventer und Luigi Guicciardini wurden nicht nur von Kunstliebhabern und selbstbewußten Stadtvätern gesammelt. Ihre oft kleinen und mit größter Präzision angefertigten Zeichnungen und Kupferstiche wurden als wissenschaftliche Dokumente hoch geschätzt. Beispielsweise das in den 80er Jahren des 16. Jahrhunderts vom Kölner Verleger Braun und Hogenberg herausgegebene Werk "Civitates Orbis Terrarum" mit weit über 300 Stadtansichten und Panoramen diente jahrhundertelang den aufgeklärten Bürgern als ein bedeutsames Nachschlagewerk. Als ein besonders geliebtes Genre nahm die Vedutenmalerei in der flämischen und niederländischen Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts einen wichtigen Platz ein. Und die Künstler des 19. Jahrhunderts, wie der Düsseldorfer Maler Andreas Achenbach, schufen ebenfalls Stadtansichten von dokumentarischem Wert.
Der Tradition der Vedutenmalerei hat sich der in Polen geborene Stanislaw W. Szroborz verschrieben. Im oberschlesichen Kohlerevier und der Ostseemetropole Danzig aufgewachsen, war er schon als Kind vom Flair der Großstädte fasziniert. Nach seienem Architekturstudium an der Technischen Hochschule Gleiwitz ließ sich der Architekturpreisträger des Walter-Henn-Wettbewerbs ´86 in Düsseldorf nieder.
"Die Landeshauptstadt mit ihrer atemberaubendem Wasserfront hat mich wie keine andere Stadt berührt", - sagt der Künstler. Da er in seiner Jugend zu "cittadino"- einem Stadtmensch - geworden war, sah er in "seiner " Stadt nicht nur einen anonymen Wohnort und instrumentalisierten Arbeitsplatz sondern einen Gesprächspartner.
Seit über 10 Jahren dokumentiert er die Veränderungen, zeichnet und malt die Gesichter der Stadt. Mit fließender Aquarelltechnik formte er vor Jahren das Genre einer detailorientierten Vedutenmalerei zu überraschenden Momentaufnahmen um. Jetzt nimmt sein an architektonische Details geschultes Auge die Lichtreflexe und Schattenseiten nach wie vor wahr, die für einen hektischen Spaziergänger unsichtbar bleiben; doch die aufgenommenen Eindrücke bleiben für ihn nur eine Kulisse, ein Hintergrund des Dialogs, für den er die Bezeichnung Synergie verwendet.
Synergie bedeutet für Stanislaw W. Szroborz in erster Linie, die über das Malerische hinausgehende Auseinandersetzung mit dem Unvorhersehbaren, was für den gefühlsbetonten Künstler stets den Reiz einer überraschenden Entdeckung in sich birgt. In den jüngsten Veduten, bereichert durch die Impressionen der Großstädte aus den Vereinigten Staaten, konzentriert sich die Synergie auf den Moment in dem das Neue und das Ursprüngliche in einen Dialog miteinander treten.
Krzysztof Ruminski
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Resumée
Malarstwo wedutowe ma dluga tradycje w sztuce europejskiej. Juz sredniowieczne chroniki zawieraly miniatury grodów i waznych miast bedacych duma panów, patrycjuszy i mieszczan.
W Renesansie malarstwo wedutowe doprowadzono do zupelnej perfekcji. Panoramy i szczególy miast znanych grafików i kartografów takich jak Jacob van Deventer lub Luigi Guicciardini kolekcjonowane byly nie tylko przez artystokratów i patrycjuszy. Niewielkie formaty wykonane z najwyzsza precyzja cenione byly równiez jako dokumenty i pomoce naukowe.
Urodzony w Polsce Stanislaw Szroborz poswiecil malarstwu wedutowemu. Opierajac sie na tradycjnej technice akwarelowej stworzyl nowy rodzaj wielkoformatowego malarstwa oferujacego perfekcje w detalu oraz zaskakujacego niekonwencjonalnoscia ujec. Obrazy Szroborza sa sceneria dialogu z zywym organizmem miasta, okreslanego przez artyste mianem "Synergii".
Krzysztof Ruminski
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